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Radreisen & - Strecken

Aktivurlaub an der Mosel – perfekt auch für Radfreunde!

aktualisiert: 14. August 2026 12:44
Radwandern an der Mosel
Radwandern an der Mosel © Carl-Jürgen Bautsch / stock.adobe.com

Wer im Urlaub nicht nur faul auf der Haut liegen will, sondern aktiv ist und sich sportlich betätigen möchte, ist im Moseltal genau richtig! Die Gegend lädt geradezu ein zu großen und kleinen Ausflügen sowie zu kulturellen und sportlichen Aktivitäten aller Art. Die Bandbreite reicht vom Museumsbesuch über die Besichtigung der zahlreichen Schlösser, Burgen oder Ruinen der Region bis hin zu sportlichen Betätigungen wie Radfahren, Wandern, Schwimmen oder Reiten. Wer diesbezüglich noch einige Tipps sucht, wird hier garantiert fündig.

Geheimtipps für Radfahrer

Das sich viele Radfreunde in den größeren Städten nicht wohlfühlen, hier ein Tipp: Wer sich beispielsweise für Museen interessiert, sollte nicht nur an die größeren Städte wie Koblenz und Trier denken, sondern beachten, dass es auch in kleinen Ortschaften interessante Museen gibt. Gerade in den kleinen Heimatmuseen, welche es in vielen Gemeinden gibt, kann man tolle Einblicke in die Geschichte und Kultur des Moseltals gewinnen.

Bei der Auswahl der Burgen, Schlösser und Ruinen, die im Rahmen einer Radtour besichtigt werden können, steht man an der Mosel vor einer wirklichen schwierigen Wahl: Die Gegend wartet mit einer Vielzahl dieser geschichts- und traditionsreichen Gebäude auf. Mehr dazu gleich.

Besonders toll eignet sich die Region rund um die Mosel auch zum Angeln. Warum also nicht die Fahrradtour mit einer erholsamen Angelsession verbinden? An vielen Stellen entlang der Mosel ist das Fischen mit einem gültigen Bundesfischerschein erlaubt. So kann man unter anderem bei Burg, Traben-Trarbach und Treis-Karden Forellen, Aale, Zander, Barsche und andere Fische an Land ziehen.

Und wer sich zwischen den Etappen mit dem Fahrrad einfach mal entspannen möchte, zum Beispiel im Wasser, der findet in der Umgebung rund um die Mosel zahlreiche Seen sowie Schwimm- bzw. Freibäder mit gemütlichen Liegewiesen.

Die Straße der Römer

Wer schon immer etwas über die alten Römer, ihre Lebens- und Arbeitsweise sowie ihre Bau- und Kriegskunst wissen wollte, der kann auf der „Straße der Römer“ (auch „Via Romana“ genannt) an Mosel und Saar, im Hunsrück, der Eifel und dem Saarland auf ihren Spuren wandern bzw. radeln und dabei über 100 altrömische Sehenswürdigkeiten entdecken. Antike Grab- und Denkmäler, historische Bauten und alte Siedlungen machen dem Besucher die Geschichte lebendig und zeigen ihm nebenbei die wunderschöne Landschaft der Region.

Nicht nur Museen und Indoor-Ausstellungen zeigen einzigartige Kunstgüter, Alltagsgegenstände und bewundernswerte Bauwerke, auch in freier Natur befinden sich unzählige Kulturgüter. Kernstück der weitläufigen Open-Air-Locations ist dabei die ehemalige Kaiserresidenz und älteste Stadt Deutschlands, Trier, mit ihren zahlreichen antiken Bauwerken.

Bei der Besichtigung zerfallener Ruinen und antiker Anlagen erfährt man auf der Route spannende, teils märchenhafte Geschichten und historisch bedeutende Begebenheiten. Des Weiteren wird dem Besucher durch verschiedene kulinarische Besonderheiten das praktische Leben der Römer mitsamt ihrer Essensvorlieben in einigen gastronomischen Einrichtungen nähergebracht. Und auch der Wein, welcher schon von den Römern an der Mosel angebaut wurde, spielt natürlich eine große Rolle – ob als bedeutender Wirtschaftszweig oder als beliebtes Gesellschaftsgetränk.

Schlösser und Burgen an der Mosel

Das gesamte Flusstal der Mosel ist mit zahlreichen Burgen, Schlössern und alten Ruinen gesäumt und gibt der Region so einen ganz eigenen Charakter, der den Besuchern der meist mittelalterlichen Bauwerke die Geschichte der Gegend vermittelt.

Wer einen Fahrradurlaub an der Mosel verbringt, sollte etwa die Burg Arras nahe des Wein- und Fremdenverkehrsortes Alf nicht verpassen, wo der Alfbach in die Mosel fließt. Die Burg steht auf einem steilen Berg und soll ihren Namen der Sage nach von einem Köhler namens Arras erhalten haben, der sie als Lehen vom Trierer Erzbischof bekommen haben soll. Nachdem die Burg im letzten Jahrhundert zusehends zerfiel, wurde sie zwischen 1907 und 1910 wieder restauriert und kann seitdem besichtigt werden. Von hier hat man auch einen wunderschönen Blick über das geschwungene Alftal, die Mosel und die Wälder der Region.

Eine weitere sehenswerte Burganlage ist die Alte Burg bei Longuich. Die spätgotische Burg wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet, zerfiel jedoch im Laufe der Zeit stark, sodass heute vor allem der historische Burgkeller sowie der sanierte Rittersaal einen Besuch wert sind.

Auch die Grevenburg bei Traben-Trarbach, seit 1350 Regierungssitz der Grafschaft Sponheim, ist einen (Fahrrad-)Ausflug wert. 1680 wurde die Burganlage vom französischen König Ludwig XIV. erobert und zusammen mit der neuen Festung Mont Royal zu einem Befestigungssystem ausgebaut. Die Grevenburg wurde in den kommenden Jahrzehnten noch mehrmals von den Franzosen besetzt und im Jahre 1735 von ihnen schließlich komplett gesprengt.

Wer eine besondere Unterkunft für seinen Moselurlaub sucht, sollte über eine Übernachtung im Schloss Zell nachdenken. Das heutige Hotel mitsamt Restaurant diente einst als Herberge von Kaiser Maximilian im 16. Jahrhundert sowie dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. 1847.

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